Alltag im Grenzland: Schmuggel als ökonomische Strategie im by Mathias Wagner, Wojciech Lukowski

By Mathias Wagner, Wojciech Lukowski

Der in den 1990er Jahren eingeleitete Wandel politischer, ökonomischer und sozialer Strukturen in den Ländern Ostmitteleuropas führte zu Prozessen ausgeprägter sozialer Differenzierung. In den Grenzregionen entwickelten die Verlierer des Transformationsprozesses eine informelle Ökonomie, zu der auch der Schmuggel gehört. Als „Ameisen“ (pol. mrówki) sind die Schmuggler von Zigaretten, Wodka, Diesel und Benzin in Polen bekannt geworden. Der Sammelband stellt internationale Forschungsergebnisse vor, in denen die prekären Bedingungen des alltäglichen Überlebens in peripheren Regionen Ostmitteleuropas analysiert werden.

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Elektrolumineszenz und Elektrophotolumineszenz

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Rudolf Virchow Das Pathologische Museum: Geschichte einer Wissenschaftlichen Sammlung um 1900

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Taschenbuch der medizinisch-klinischen Diagnostik

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3 Eine ‚starke’ Familie als Grundlage für ziviles Engagement Die Dominanz einer Familienmatrix führt zu den oben dargelegten negativen Konsequenzen bei der Gestaltung von sozialen Bindungen und Beziehungen innerhalb einer kleinen lokalen Gesellschaft. Eine ‚starke’ Familie kann den lokalen Raum jedoch auch als Vorbild für soziales Handeln positiv prägen. Zu den positiven Auswirkungen der Familie gehört ihre identitätsstiftende Rolle innerhalb der lokalen Gesellschaft. Die Untersuchungen von lokalen Gesellschaften haben ergeben, dass dieses Engagement durch die seit mehreren Generationen währende Verwurzelung der Familie in der lokalen Gesellschaft gefördert wird (Bojar 2003).

Trotz allem lernen hier Menschen unternehmerisches Handeln. (…) Sie kommen schlichtweg besser zurecht, selbst wenn sie aus dieser Stadt auswandern – was ja an sich schon eine Leistung ist, denn alles hinter sich zu lassen ist gar nicht so einfach“, so ein Mitarbeiter aus dem Bereich Kultur. 2 Sozialkapital – Beispiele für Interaktionen und ihre Folgen für die lokale Gesellschaft Eine wichtige Methode zur Kapitalisierung in Familien bildet der Aufbau von Sozialkapital auf der Grundlage von Kontaktnetzwerken.

So gibt es z. B. einzelne Glaubensgesellschaften, die gleichzeitig als Selbsthilfegruppen für ihre Mitglieder funktionieren. „Ich kenne viele Mitglieder dieser religiösen Gruppen. Häufig handelt es sich dabei um Menschen, die gestrandet sind, Alkoholiker, Drogenabhängige, Obdachlose. (…) Ich glaube, dass das eher therapeutische als religiöse Gruppen sind. (…) Diese Religionsgruppen sind klein und bei ihren Treffen, bei diesen Messen oder wie man es nennen sollte, unterstützen sie tatsächlich einander und können auf die anderen setzen.

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