Ästhetische Kommunikation der Moderne: Band 2: Von Nietzsche by Gerhard Plumpe

By Gerhard Plumpe

Dr. Gerhard Plumpe ist Professor für Germanistik an der Ruhr-Universität Bochum.

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Es ist das Jahrzehnt der Studien, denn man muB das Niveau von Schul-Pforta, wo Nietzsche als Vierzehnjahriger begann, vor allem in den alten Sprachen und Literaturen, dem der Universitat gleichsetzen. Nietzsche war ein brillanter Student, seine Seminararbeiten wurden veroffentlicht, er gewann akademische Preise. Sein Professor, der Altphilologe Ritschl, dem Nietzsche von Bonn nach Leipzig folgte, forderte ihn in jeder Weise und verschaffte ihm die Professur in Basel, ohne daB der vierundzwanzigjahrige Nietzsche promoviert gewesen ware.

Sehr pointiert hat Gottfried Benn das Theater der "aufgekliirten" Kultur in der Nachfolge Nietzsches als "Verflachung" beschrieben: 46 "Bei Euripides beginnt die Krise, es ist sinkende Zeit. Der Mythos ist verbraucht, Thema wird das Leben und die Geschichte. Die dorische Welt war mannlich, nun wird sie erotisch, es beginnen Liebesfragen, Weiberstiicke, Weibertitel: Medea, Helena, Alkestis, Iphigenie, Elektra, diese Serle endet in Nora und Hedda Gabler. Es beginnt die Psychologie. Es beginnt, daB die Gotter klein werden und die GroBen schwach, alles wird alltaglich, die Shawsche Mediokritat.

In der Tragodie des Aischylos und noch des Sophokles versohnen sich die feindlichen Gotter Dionysos und Apollo; die Musik entbindet "Sinn" - Mythos aus sich; der Sinn aber rnacht den fUr sich unertriiglichen Weltgrund anschaulich und, quasi als Miniatur, auch ertriiglich. Der "Sinn" zeigt den "Nicht-Sinn", der ihm vorhergeht, und halt ihm stand! So ware eine Kultur moglich, die das Leben bejaht, ohne es zu verkennen - jenseits indischer Verneinung und romischer Tauschung. Diese bejahende, gleichwohl im recht verstandenen Sinne tragische Kultur ist die Leistung einer Kunst gewesen, besser einer asthetischen Haltung, die das Sein, das Leiden der Differenz, zur Sprache bringt.

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